Erster Nachweis aus dem Jahr 1150

Unadingen - Dorf mit Geschichte

Lange Jahrhunderte der Unadinger Geschichte liegen mangels schriftlicher Zeugnisse völlig im dunkeln. Erst eine von König Konrad III. im Jahre 1150 unterzeichnete Urkunde bringt etwas Licht und auch den frühesten Nachweis über das Bestehen des Dorfes.
Einem Streit um den Berg Staufen, zwischen dem Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen und dem Kloster St. Blasien, verdankt Unadingen die älteste urkundliche Erwähnung.
Am 20.8.1150 bestätigte der Stauferkönig Konrad III. zu Rothenburg ob der Tauber dem Kloster St. Blasien das Urteil, in welchem diesem der strittige Berg Staufen als Eigentum zugesprochen wurde.
Dem König lag eine Urkunde vor, in der Herzog Konrad von Zähringen als Schutzvogt des Kloster St. Blasien dessen Besitzrecht am Berg Staufen bezeugte. Weitere Zeugen wurden hier aufgeführt. Als die Letzten sind verzeichnet Ripertus de Mucheim, Lutoldus de Mucheim und Heinricus de Unnodingen.

Unadingen

Muchen

Zum Bericht Relikte mittelalterlicher Landnutzung
Bericht "Relikte mittelalterlicher Landnutzung" zur Gemeinde Muchen auf Basis von Emil Ketterer
Eine Landkarte des früheren Muchen
Eine von Emil Ketterer rekonstruierten Karte zur früheren Gemeinde "Muchen"
Zum Bericht Muchen-ein abgegangenes Dorf
Bericht "Muchen - ein abgegangenes Dorf auf der Westbaar" zur Gemeinde Muchen von Emil Ketterer

Archäologische Funde

Jungsteinzeitliche Steinaxt in der Westbaar
von Gerit Müller

Ein Landwirt aus Unadingen (Ortsteil von Löffingen) fand im Frühjahr 2003 bei der Feldbestellung
im Gewann “Hinter den Linden” südlich des Ortes eine gut erhaltene Steinaxt.

Sie wurde durch Vermittlung des Heimatforschers Emil Keiterer aus Bachheim an das
Landesdenkmalamt Freiburg zur Untersuchung übermittelt. Der von Frau Dr. V. Übung
erstellte Fundbericht gibt die Maße mit 14,6 cm Länge, 8,0 cm größter Breite und 5,0 cm
Dicke an. Das Gewicht liegt bei einem kg, die nahezu kreisrunde Bohrung weist einen
Durchmesser von 2,5 cm auf. Die Axt stammt aus der mittleren Jungsteinzeit und ist damit
rund 5000 Jahre alt. Sie besteht aus einem im Schwarzwald und den Alpen häufigen Hornblende-
Gneis, der laut Begutachtung des Mineralogen Prof. em. Dr. W. Wimme Auer aus
Freiburg keinen genaueren Rückschluss auf die Herkunft zulässt.
Die Beschaffenheit der Axt deutet eher auf eine Waffe als auf ein Werkzeug hin. Ein
vielleicht ähnliches Gerät wurde nicht weit vom Fundort bereits 1907 bei einem Wegebau
auf Gemarkung Bachheim gefunden und in den “Badischen Fundberichten” als jungsteinzeitliches
Steinbeil beschrieben.
Es blieb in Privatbesitz und ist leider schon länger verschollen.
Weitere sonstige Fundstücke aus der Jungsteinzeit von der Westbaar liegen
an mehreren Orten vor.

Die Axt wird bei Emil Ketterer verwahrt, der sie der Stadt Löffingen für ihr Heimatmuseum
überlassen will.

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Bericht "Relikte mittelalterlicher Landnutzung" zur Gemeinde Muchen auf Basis von Emil Ketterer

Marie Antoinette

Schlief Marie Antoniette in Unadingen? Oder doch nur ein Teil ihres Gefolges? Oder fuhr sie nur durch? Hier gibt es einige widersprüchlich Aussagen. Fest steht wohl folgendes:

Im Dezember 1769 unterrichtete der spätere Kaiser Josef II., seit 1765 Mitregent seiner Mutter, der Kaiserin Maria Theresia, den Fürsten Josef Wenzel zu Fürstenberg über den beabsichtigten Brautzug seiner Schwester Marie Antonia von Wien nach Paris. Als Nachtstation war das fürstliche Schloß zu Donaueschingen vorgesehen.

Der Brautzug der Kaisertochter traf, von der Nachtstation Stockach über Engen kommend, am Abend des 3. Mai 1770 in Donaueschingen ein.
In der Frühe des 4. Mai setzte sich das Geleit in Richtung Freiburg in Bewegung. Es bestand aus der von 6 Lipizzanerschimmeln gezogenen weiß-goldenen Karosse mit der Thronfolgerin von Frankreich und weiteren 21 Sechsspännern der Hohen Herrschaften. Ihnen folgte in 57 Kaleschen (leichte Kutschen mit Faltverdecken) und Wagen mit 450 Reit- und Zugpferden das Gefolge mit 250 Personen.

Die Ortsvögte hatten Anweisung erhalten, ihre Bewohner nicht haufenweise nach Donaueschingen zu lassen. Sie sollten sich in oder bei ihren Dörfern beiderseits der Straße in einheitlicher Tracht aufstellen: die Burschen in rotem Wams, die Männer in grauen Röcken und die Mädchen mit Schäppeln oder Brautkränzen.

Dieses Bild soll die Ankunft des Brautzuges von Marie Antoinette in Unadingen zeigen.

Luise Gänslers Laden

Die Geschichte des Kolonialwarengeschäftes von Luise Gänsler.

Ein toller Artikel im Südkurier von Silvia Bächle.

“Geschäft und Telefonzentrale zugleich”
Kompletter Artikel im Südkurier (Quelle: Südkurier – Silvia Bächle)

Die Bilder rechts stammen alle aus dem Privatbesitz der Familie Gänsler

Gipsmühle

Einst ein wichtiger Industriezweig. Der Gipsabbau bescherte vielen Unadingern Arbeit.

Der Gipsabbau in Unadingen wurde 1974, nur 3 Jahre nach dem Eigentümerwechsel, stillgelegt.

Artikel aus der Badischen Zeitung:

Einst ein wichtiger Industriezweig

Bilder: von Privat